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Neuigkeiten

23.08.2022 | Bundeskanzler zu Besuch

Am 20. August hatten wir Besuch von unserem Bundeskanzler Olaf Scholz. Wir als Agrargenossenschaft haben uns sehr über die Anfrage gefreut, ist es doch ein Zeichen dafür, dass unsere Arbeit im Transformationsprozess in der Landwirtschaft gesehen wird. Wir versuchen trotz der immer schwieriger werdenden Bedingungen die drei Säulen der Nachhaltigkeit bei uns zu stärken und so die Ernährungssicherung, die Förderung der Artenvielfalt auf unseren Flächen und den Erhalt der Arbeitsplätze sowie die Ausbildung von Fachkräften zu gewährleisten.


Uns war es wichtig, unsere Vielfältigkeit abzubilden sowie auch Auszubildende und Fachkräfte mit dem Bundeskanzler zusammen im Gespräch zu haben. Neben der Landwirtschaft betreiben wir Werkstätten für PKW, NKW und LMT, eine Fahrzeug-Lackierung, eine Tankstelle, einen Baumaschinenvertrieb und -verleih sowie ein Landhotel mit Kantine. Olaf Scholz zeigte sich sehr interessiert und hat viele Fragen gestellt, sodass er das ursprüngliche Zeitfenster spontan verlängert hat, was uns alle sehr gefreut hat.

Auszubildende und Fachkräfte im Gespräch mit Olaf Scholz

Moderne Milchviehhaltung am Ort des Geschehens erklärt

Erläuterungen zur Biodiversität durch den Vorstand

Fachkraftgespräch auf dem Trecker

05.07.2022 | Endlich wieder Verpächtertreffen

Am 10. Juni fand nach drei Jahren Zwangspause endlich wieder das große Verpächtertreffen statt. An dem Tag spielte auch das Wetter hervorragend mit. Bei strahlendem Sonnenschein kamen fast 300 Personen der Einladung nach und fanden den Weg nach Klein Schulzendorf. Dort folgte nach der Vorstellung der Entwicklung der Agrargenossenschaft in den vergangenen Jahren sowie einem Ausblick in die Zukunft das große, gemeinsame Kaffeetrinken und Kuchenessen. Während es anschließend auf dem Hof bei deftiger Erbsensuppe und toller Blasmusik weiterging, nutzten viele Gäste die Gelegenheit, an der großen Rundfahrt über die Felder sowie durch den Milchviehstall teilzunehmen.

Das war eine gute Möglichkeit, sich rund um die Landwirtschaft zu informieren und Fragen zur Bodennutzung und Tierhaltung zu stellen. Auch die Herausforderungen wie die sich verändernden Klimabedingungen, die Grundsteuerreform und die neue, ab 2023 geltende „Gemeinsame Agrarpolitik (GAP)“ der EU waren Thema.  Wir bedanken uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die uns tatkräftig bei den Vorbereitungen und der Durchführung unterstützt haben, sowie für das große Interesse und die langjährige, partnerschaftliche Zusammenarbeit bei allen Verpächterinnen und Verpächtern, die das alles möglich machen.

Das Interesse war groß.

Musikalische Untermalung

Busrundfahrten zum Acker und Stall

Für Speis und Trank war gesorgt.

16.06.2022 | Luzerneblühinseln

Die Luzerne (Medicago sativa) gilt als die Königin der Futterpflanzen. Sie wächst als mehrjährige, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von bis zu etwa einem Meter. Sie besitzt ein tiefreichendes Wurzelsystem mit Rhizomen von über 4,5 Metern Ausdehnung, was sie ungünstige Niederschlagsperioden (Dürren) gut überstehen lässt. Sie bildet traubige Blütenstände aus, die bläulich bis violett sind. Wegen ihres Nektars wird die Luzerne von vielen Schmetterlingsarten angeflogen, darunter Weißlinge, Dickkopffalter und Bläulinge. Die Larven vieler verschiedener Schmetterlingsarten, unter ihnen der Hauhechel-Bläuling, der Kurzschwänzige Bläuling und der Distelfalter, fressen die Blätter der Luzerne.


Angebaut wird die Pflanze aus der Familie der Schmetterlingsblütler bei uns als ein eiweißreiches und von den Rindern sehr gerne gefressenes Futter. Ist der Bestand erst etabliert, wird sie meist fünf Jahre lang mit bis zu fünf Schnitten genutzt und kann unter den hiesigen Standortbedingungen bis zu 100 Dezitonnen Trockenmasse pro Hektar und Jahr liefern. So trägt sie über einen langen Zeitraum zur Futterversorgung unserer Rinder bei. Die Luzerne wird in der Regel vor der Blüte gemäht, um optimal den physiologischen Ansprüchen der Rinder zu entsprechen. Wir lassen aber bewusst einige Blühinseln bei der Futterernte stehen und schaffen somit eine blütenreiche Teilfläche für nektarverzehrende Insekten.


Luzerneblüte

10.06.2022 | Das Konzept Ackerrandstreifen

Auf einigen Schlägen mit Winterkulturen - wie der Wintergerste - haben wir Ackerrandstreifen angelegt. Sie sind aktuell gut zu erkennen, da in ihnen der Mohn rot leuchtet. Sie dienen dem Schutz von Ackerlebensgemeinschaften, insbesondere dem Schutz gefährdeter Ackerwildkrautarten. Sie entstehen dadurch, dass nach der Aussaat bis zur Ernte keine weiteren Bearbeitungs- oder Pflegemaßnahmen erfolgen.


In den Ackerrandstreifen ist die Hauptkultur, in diesem Fall die Wintergerste, mit doppeltem Reihenabstand gedrillt worden. Das bedeutet, zwischen den Reihen ist doppelt so viel Platz wie im üblichen Anbauverfahren. Dieser Freiraum wird von Wildkräutern besetzt, was normalerweise unerwünscht ist, da sowohl Ertrag als auch Ertragsqualität beeinträchtigt werden. Dieser Streifen ist ein aktiver Beitrag, um Ernährungssicherung und Naturschutz unter einen Hut zu bekommen.

Die Grenze ist deutlich erkennbar

Viele Kräuter - wenig Gerste

08.06.2022 | Öllein - neu bei uns im Anbau

Öllein (Linum usitatissimum), auch Flachs genannt, ist eine alte Kulturpflanze, die zur Ölgewinnung angebaut wird. Schon vor mehr als 6.000 Jahren bauten Ägypter und Sumerer Lein an. Er gelangte in der jüngeren Steinzeit in das südliche Mitteleuropa. Damit gehört der Lein zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Bereits in den ältesten Kulturen lassen sich Varietäten zur Fasergewinnung und zur Ölgewinnung nachweisen. Im 14. Jahrhundert floss Leinöl erstmals in die Farbenherstellung, ab 1860 wurde es bei der Linoleumproduktion verwendet.


Da Öllein eine anspruchslose Pflanze ist, kann er relativ extensiv kultiviert werden und passt gut sowohl zu unseren Sandböden als auch in unser Konzept. Aktuell blüht der Öllein. Über mehrere Wochen hinweg sind die endständigen Blüten zu sehen, die fünf blaue Kronblätter besitzen. Nach Fremd- oder Selbstbefruchtung bilden sich Fruchtkapseln, in denen höchstens zehn hellgelb bis dunkelbraun glänzende Samen reifen.

Ein Blütenmeer - auch für Insekten interessant

Öllein besticht durch eine zarte blasslila-blaue Blüte.

02.06.2022 | Unsere Uferschwalbenkolonie

Neben unserer Milchviehanlage haben wir seit Jahren eine Uferschwalbenkolonie, die ihren Sommer bei uns verbringt, um ihre Jungtiere aufzuziehen. Die Uferschwalbe (Riparia riparia) gehört zur Familie der Schwalben (Hirundinidae) und ist die kleinste europäische Schwalbenart. Ihr Gefieder ist dunkelbraun bis grau, die Unterseite mit Ausnahme der erdbraunen Brustseiten und des Brustbandes weiß. Der Schwanz ist nur sehr schwach gegabelt. Sie ernährt sich von kleineren Fluginsekten. Für ihr Nest baut sie Röhren in sandige und meist frisch abgebrochene Steilwände. Für die frische Abbruchkante sorgen wir mithilfe eines Radladers, sobald die Kolonie weitergezogen ist.


Der Gesamtbestand in Europa wird auf 5 bis 9 Millionen Brutpaare geschätzt - mit Schwerpunkten in Russland, der Ukraine, Polen und Schweden. In Deutschland brüten etwa 100.000 bis 210.000 Paare. Mit Ausnahme von Polen und Ungarn ist die Uferschwalbe in allen Roten Listen Mitteleuropas verzeichnet. Durch die Nähe zum Stall hat sie auch im heißen, trockenen Sommer Zugang zu Wasser und auch an Insekten mangelt es nicht. Weitere Vogelarten, die rund um die Milchviehanlage brüten und von der Tierhaltung profitieren, sind die Haubenlerche und der Feldsperling.

Zahlreiche Nisthöhlen

Erfolgreiche Besiedlung der Abbruchkante

19.05.2022 | Auszeichnung von der IHK

Am 12. Mai wurden wir als Agrargenossenschaft von der Handwerkskammer Potsdam als „Unternehmen mit ausgezeichneter Berufs- und Studienorientierung“ geehrt. Dafür sind wir mit 21 weiteren Unternehmen in die Staatskanzlei des Landes Brandenburg zur Preisverleihung eingeladen worden. Besonders erfreulich ist, dass die Nominierungen durch die Schulen in der Region erfolgten. Unser Dank geht daher an die Oberschule Trebbin.


Ausgezeichnet wurden wir für unsere Angebote neben Schülerpraktika, wie Bewerbungstrainings, Betriebsbesichtigungen oder Beteiligung an Projektwochen und schulinternen sowie Ausbildungsmessen. Wir machen das gerne, denn wir schätzen den Wissensdurst der jungen Menschen und sehen auch den ungebremsten Bedarf an Fachkräften in Brandenburg.

Eine tolle Auszeichnung

17.05.2022 | Gülle - ein wertvoller Dünger

Organische Dünger wie unsere Rindergülle sind für unsere Sandböden von großer Bedeutung, um einerseits Humus aufzubauen und somit Kohlenstoff in den Böden zu speichern und andererseits den Nutzpflanzen alle notwendigen Nährstoffe zur Verfügung zu stellen. Uns ist dabei wichtig, dass die Gülle zum bestmöglichen Zeitpunkt für die Pflanzen und auch direkt in den Boden eingearbeitet wird, um Stickstoffverluste in Form von Ammoniak oder Auswaschung zu vermeiden.


In der aktuellen Krise ist die Gülle umso wichtiger geworden, da mineralische Dünger unbezahlbar geworden sind, die Pflanzen aber Nährstoffe benötigen, um qualitativ hochwertige Lebensmittel bilden zu können, wie z. B. Weizenkörner, aus denen backfähiges Mehl entstehen kann.


Um das Zeitfenster der Gülleausbringung so klein wie möglich zu halten, sind unsere Kolleg*innen in Schicht gefahren. Wir haben dieses Jahr einen neuen Güllewagen gekauft, um die Ausbringung mit dem aktuellen Stand der Technik zu gewährleisten. Wir bedanken uns bei allen Anwohner*innen und Verkehrsteilnehmer*innen für die Rücksicht im Straßenverkehr und das Verständnis.

Im Dunkeln hell beleuchtet

Zulieferung von Gülle auf dem Feld

16.05.2022 | Teilnahme am Forschungsprojekt "ECOsoil 4.0"

Heute war wieder Probennahme-Tag. Von April bis Oktober nehmen wir auf zwei Äckern an jeweils fünf fixen Positionen in drei verschiedenen Bodentiefen Bodenproben, tüten sie ein und senden sie an ein Labor. Wir sind ein Landwirtschaftsbetrieb von mehreren, die an dem Forschungsprojekt "ECOsoil 4.0" teilnehmen. Auf dem einen Acker ist Mais-Stangenbohnen-Gemisch gelegt, auf dem anderen steht Winterroggen, der aktuell blüht.


Das Ziel von "ECOsoil 4.0" ist es, unterschiedliche Biodiversitätsmuster in den obersten Bodenschichten verschiedener Landnutzungstypen zu studieren und den Zusammenhang mit verschiedenen Umweltfaktoren herzustellen. Durch die Kombination der DNA-Metabarcoding-Analyse der AIM GmbH (Advanced Identification Methods) mit einem maschinellen Lernansatz soll ein innovatives Werkzeug für das Monitoring und Vorhersage der Bodengesundheit entwickelt werden. Dazu wird die DNA von Tieren, Pflanzen, Pilzen und Bakterien sequenziert.


Wir sind über unseren Partner KLIM dabei, die unter dem Motto "Klimapositiv durch Regenerative Landwirtschaft" Landwirt*innen, Brands und Konsument*innen zusammenbringen, um die Landwirtschaft zum Teil der Klimalösung zu machen.

Bodenproben aus drei unterschiedlichen Bodentiefen

Der Boden wird eingetütet.

12.05.2022 | Aussaat der Kichererbse

Am Dienstag war es so weit - die Kichererbsenaussaat 2022 fand statt. Dafür haben wir unser französisches Saatgut mithilfe von Apfelsaft (Klebemittel) mit Rhizobiumbakterien geimpft. Das sind Knöllchenbakterien, die Stickstoff aus der Luft binden und in pflanzenverfügbaren Stickstoff umwandeln können. So können die Kichererbsen ohne weitere Düngung während der Vegetation auskommen. Diese Fähigkeit, eine Symbiose mit Knöllchenbakterien einzugehen, haben leider nur Leguminosen.


Nach der Impfung haben wir insgesamt 10 Hektar mit Kichererbsen bestellt. Bei der Kichererbse handelt es sich um eine den mitteleuropäischen Standort- und Klimaverhältnissen nicht angepasste Leguminosenart, die viel Wärme und wenig Wasser benötigt. Wir bauen sie nun zum dritten Mal an. Im August oder September werden sie geerntet.


Kichererbsen weisen einen hohen Eiweißgehalt auf und in ihnen stecken zahlreiche Mineral- und Ballaststoffe, die gesundheitsfördernd sind. Sie sind ein leckerer Bestandteil von Salaten, Currys und Suppen. Außerdem bilden sie die Grundlage für Hummus als Brotaufstrich. Wir bieten unsere Kichererbsen verzehrfertig aufbereitet in unserem Verkaufsautomaten in der Trebbiner Straße 12, Klein Schulzendorf, an.

Fertig geimpfte Kichererbsen

Ab in den Boden damit

Impfen mithilfe eines Betonmischers

07.05.2022 | Bekämpfung von Frühlingskreuzkraut

Das Frühlingskreuzkraut (Senecio vernalis) gilt als eingebürgerter Neophyt. Die Pflanzen sind sommerannuell bis einjährig überwinternd und blühen von April bis Mai. Sie sind meist an Weg- und Straßenrändern zu finden, besiedeln aber auch extensiv genutztes Grünland, Ackerbrachen und Luzerneschläge, so wie bei uns.


Alle Kreuzkrautarten sind in unterschiedlichem Ausmaß giftig. Verstoffwechselt verursachen diese Alkaloide Vergiftungserscheinungen, insbesondere Leberfunktionsstörungen. Sowohl akute als auch chronische Vergiftungsfälle treten auf, da auch bei wiederholter Aufnahme kleiner Mengen das Gift aufgrund seiner akkumulierenden Wirkung nicht vom Körper ausgeschieden wird.


Die Bekämpfung ist durch Mahd am effektivsten. Wichtig ist dabei genau den richtigen Zeitpunkt abzupassen, denn Zielstellung ist es, das Aussamen des Kreuzkrauts zu vermeiden. Diesen sogenannten Schröpfschritt haben wir gerade in den betroffenen Luzernebeständen durchgeführt. So können wir verhindern, dass sich das Kraut weiter ausbreitet.

Schröpfschnitt in der Luzerne

Frühlingskreuzkraut in der Luzerne

05.05.2022 | Kooperation mit Artenglück

Heute haben wir die Aussaat für eine Blühfläche von über 10.000 m² durchgeführt. Die Zusammensetzung des Saatguts wurde mithilfe eines Experten für Wildbienen optimiert. Die DSV-Blühmischung nennt sich "Wildlife perennial" und wird für viele Jahre ein Nahrungshabitat für Insekten bilden. Sie enthält 22 unterschiedliche Arten, u. a. Färberkamille, Dill, Borretsch, Gewöhnlicher Natternkopf, Hornklee und Esparsette. Ist die Blühfläche erst einmal etabliert, dann werden über die Vegetationsperiode hinweg unterschiedliche Arten blühen. Es ist zu erwarten, dass auch im Laufe der Jahre sich die Artenzusammensetzung wandelt.


An dieser Stelle haben wir eine Kooperation mit "Artenglück". Sie legen zusammen mit Landwirtschaftsbetrieben deutschlandweit Blühwiesen an, um heimischen Arten einen Lebensraum zu bieten. Dafür wird immer mehrjähriges Saatgut verwendet, um eine Vielfalt an Futter und Lebensraum für unterschiedliche Insektenarten und heimische Kleintiere zu bieten. Durch die Übernahme einer Patenschaft kann so jeder die Biodiversitätsförderung unterstützen.

https://www.artenglueck.de/

Drillen der Blühfläche

Saatgut mehrjährige Blühmischung

28.04.2022 | Zukunftstag

Am 28. April war Zukunftstag und Jugendliche ab Jahrgangsstufe 7 konnten in Brandenburg vor Ort im Betrieb oder auch digital Berufe erkunden und ausprobieren. Bei uns hatten sich eine Hand voll Mädchen im Rahmen des Girl's Days angemeldet und sie konnten sich anschauen, welche Prozesse aktuell in der Landwirtschaft passieren. Beeindruckt zeigten sie sich insbesondere von der Aussaat und jede durfte einmal mitfahren, um ein Gefühl für die Technik und die Digitalisierung zu bekommen. Natürlich ging es auch in den Kuhstall, um zu zeigen, wie tiergerecht moderne Tierhaltung sein kann.

Wir beteiligen uns gerne an solchen Veranstaltungen und hoffen, dass sich daraus weiteres Interesse an den Grünen Berufen entwickelt. Vielleicht sehen wir die ein oder andere für ein Praktikum oder im Bestfall zur Ausbildung zur Landwirtin, Tierwirtin oder Fachkraft Agrarservice bei uns wieder!

Ausblick auf dem Acker

Einblick in den Kuhstall

03.03.2022 | Nistkästenpflege

Zu unseren vielfältigen Aufgaben im Naturschutz gehört auch die Kontrolle und Pflege der Nisthilfen, die wir in unserem Bewirtschaftungsgebiet verteilt aufgehangen haben. Wir säubern und sichern sie, damit sie für die nächste Saison bezugsfertig sind. Das ein oder andere Kästchen wurde vom Sturm beschädigt und entsprechend wieder in Stand gesetzt. Die Tatsache, dass sie so gut angenommen wurden in den letzten Jahren, motiviert uns sehr unsere Maßnahmen aufrecht zu erhalten und auszubauen.

Nistkasten aus letztem Jahr

02.08.2021 | Sonnenblumenanbau

Die Sonnenblume (Helianthus annuus) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Sonnenblumen (Helianthus) in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist eine krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 1 bis 2, seltener 3 Metern erreicht. Unverkennbar sind ihre nickenden Blütenkörbe mit einem Durchmesser von 10 bis 40 Zentimetern. Die meist gelben Zungenblüten sind 6 bis 10 Zentimeter lang und die Röhrenblüten braun.

Die wilde Sonnenblume war ursprünglich von Nord- bis Mittelamerika verbreitet. Samen der Sonnenblume wurden 1552 von spanischen Seefahrern aus Amerika nach Europa gebracht, wo sie zunächst als Zierpflanze angebaut wurde. Erst seit dem 19. Jahrhundert wird die Sonnenblume auch als Ölpflanze genutzt. Das Sonnenblumenöl ist wertvoll für die menschliche Ernährung. Bei landwirtschaftlich genutzten Sonnenblumen liegt der Ölgehalt der Frucht zwischen 48 und 52 %.

Wurden 1995 noch über 52.000 ha Sonnenblumen angebaut, erreichte Deutschland 2017 sein Tief mit 17.000 ha. Nur langsam dehnt sich die Anbaufläche wieder aus. 2020 wurden 28.000 ha der landwirtschaftlichen Nutzfläche mit Sonnenblumen bestellt. Spitzenreiter bei der Ernte 2020 von Sonnenblumenkernen in Deutschland war Brandenburg mit 20.200 t vor Bayern (11.300 t) und Sachsen-Anhalt (10.100 t). Insgesamt wurden 52.900 t bundesweit geerntet. Wir haben dieses Jahr „das Gottesauge“ auf 77,7 ha zu stehen.

Der Nektar ist bei den Bienen beliebt.

Unverwechselbar ist der Blütenkorb in gelb und braun.

12.07.2021 | Saatgutvermehrung als Betriebszweig

Wir produzieren nicht nur Getreide für die Ernährung, sondern auch zukünftiges Saatgut. Denn die Züchter*innen brauchen landwirtschaftliche Betriebe, die ihre Sorten unter bestimmten Bedingungen anbauen und somit verkaufsfähiges Saatgut herstellen. Auf den Bildern ist unser Bestand der Sorte „Akzent“ zu sehen, die wir für Limagrain (kurz LG) vermehren. Die Saatguterzeugung wird entlang der gesamten Produktionskette streng kontrolliert. Eine entscheidende Kontrolle ist die Feldanerkennung.

Bei der Feldanerkennung werden zunächst die Flächengröße und die angegebene Sorten überprüft. Die wichtigsten Kontrollkriterien vor Ort sind der Fremdbesatz mit anderen Arten und der Unkrautbesatz. Wir haben die Feldanerkennung bereits erfolgreich hinter uns gebracht. Wenn der Weizen vollständig abgereift ist, muss nur noch das Wetter zum Drusch mitspielen.

Beschilderung in der Vermehrung

A-Winterweizen "Akzent"

Saatgut fällt nicht vom Himmel

04.06.2021 | Frühlingskreuzkraut in der Land(wirt)schaft

Das Frühlingskreuzkraut (Senecio vernalis) gilt als eingebürgerter Neophyt. Die Pflanzen sind sommerannuell bis einjährig überwinternd und blühen von April bis Mai, seltener bis September. Sie bevorzugen mäßig bis stickstoffreichen sandig-lockeren Lehmboden. Das Frühlingskreuzkraut ist meist an Weg- und Straßenrändern zu finden, besiedelt aber auch extensiv genutztes Grünland, Ackerbrachen und Luzerneschläge, so wie bei uns.

Alle Kreuzkrautarten sind in unterschiedlichem Ausmaß giftig, verantwortlich für die toxische Wirkung von Kreuzkräutern ist ihr Gehalt an Pyrrolizidinalkaloiden. Verstoffwechselt verursachen diese Alkaloide Vergiftungserscheinungen, insbesondere Leberfunktionsstörungen. Sowohl akute als auch chronische Vergiftungsfälle treten auf, da auch bei wiederholter Aufnahme kleiner Mengen das Gift aufgrund seiner akkumulierenden Wirkung nicht vom Körper ausgeschieden wird. Die Bekämpfung ist durch Mahd am effektivsten. Wichtig ist dabei genau den richtigen Zeitpunkt abzupassen.

Das Aussamen des Kreuzkrauts sollte demnach durch mindestens zwei Schnitte pro Jahr verhindert werden: Erster Schnitt, wenn etwa die Hälfte der Pflanzen erste offene Blüten hat, zweiter Schnitt, wenn die Hälfte der wiederausgetriebenen Pflanzen erste offene Blüten zeigt.

Durch eine stetig ansteigende Fläche im Ökologischen Landbau und das umfangreiche Anlegen von Ackerrandstreifen  wird die Verbreitung der Kreuzkräuter stark gefördert. Noch lassen sich in den Marktfruchtbeständen Kreuzkräuter mit entsprechenden Pflanzenschutzmitteln ausreichend bekämpfen; enden bestimmte Zulassungen kann das schnell zu einem größeren Problem werden. In Futterpflanzenbeständen, besonders in der Luzerne aber auch auf eher mineralischen Grünlandstandorten, sind die Kreuzkräuter schon jetzt eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit unserer Kühe. Durch den ebenso giftigen Pollen kann auch Honig mit den Alkaloiden belastet werden.

Kreuzkraut verbreit sich stark in lückigen Beständen

Ausbreitung auf dem Acker

Schön anzusehen, aber giftig

22.05.2021 | Silo abdecken
Damit wir den Rindern übers ganze Jahr eine gleichwertige Futterqualität vorlegen können, silieren wir den ersten Schnitt Gras und Futterroggen. Dafür braucht es viele Arbeitsschritte. Wir möchten die letzten vorstellen, die häufig unterschätzt, aber ungeheuer wichtig sind.

(Bild 1) Nach dem Abkippen des gehäckselten Ernteguts wird das künftige Futter "fest gefahren". Das ist wichtig, um die Zwischenräume zu minimieren, denn dort, wo Luft ist, kann Schimmel entstehen. Außerdem brauchen wir die anaerobe Umgebung für die Konservierungsprozesse, ähnlich wie beim Einwecken von Obst und Gemüse.

(Bild 2) Danach wird die Unterziehfolie zur Unterstützung des Luftabschlusses darüber gezogen. Sie ist hauchdünn und geht leicht kaputt.

(Bild 3) Über die Unterziehfolie wird dann die bekannte Silofolie gelegt. Bei höherer Windstärke mussten wir aufpassen, dass wir nicht mit ihr abheben. Die Folie wird mit alten Reifen beschwert. Das dient zum einen der Fixierung, zum anderen erhöht es noch den Druck.

(Bild 4) Wir legen zusätzlich noch große Netze darüber, die verhindern sollen, dass Vögel die Folie aufpicken.

Nun ruht das Futter über Wochen bevor es dann den Rindern vorgelegt werden kann.

Gutes Verdichten mit schweren Fahrzeugen

Festere Silofolie als Schutz

Netze und Reifen bilden den Abschluss

Unterziehfolie wird erst ausgerollt, dann entfaltet

01.04.2021 | Wissenswertes zur Triticale

Triticale ist eine Kreuzung aus Weizen Triticum aestivum (weiblich) sowie Roggen Secale cereale (männlich) und gehört zu der Familie der Süßgräser. Erste fertile Triticale wurden im 19. Jahrhundert entdeckt und gezüchtet. Inzwischen sind es über 39 verschiedene Sorten. Erst in den 70-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts fand der polnische Pflanzenzüchter Tadeusz Wolski die passende Methode heraus, um den heutigen Triticale zu züchten. Triticale kombiniert die hohen Erträge des Weizens mit der Anspruchslosigkeit des Roggens. Neuere Züchtungen zielen aktuell auf höheren Nährstoffgehalt oder noch bessere Resistenzen gegenüber Krankheiten und Schädlingen ab.


Man unterscheidet zwischen Sommertriticale (Aussaat im Frühjahr in den Tropen) und Wintertriticale (Aussaat im Herbst). Deutschland ist weltweit der zweitgrößte Produzent dieser gezüchteten Getreidesorte. Beliebt ist der Anbau in Mittelgebirgen aufgrund der guten Winterhärte,  in viehstarken Regionen, denn in der Viehfütterung wird das Getreide bevorzugt eingesetzt und die relativ geringen Ansprüche an Nährstoffversorgung, Klima und Bodenbeschaffenheit machen das Korn sehr interessant für den Ökologischen Anbau.


Auch für die Ernährung ist Triticale interessant, denn sie enthält nicht nur viel Eiweiß von hoher Wertigkeit, sondern hat im Vergleich zu Weizen auch noch einen höheren Vitamin- und Mineralstoffgehalt. Da die Verarbeitung jedoch etwas schwieriger als bei anderem Brotgetreide ist, ist hier aber die Nachfrage verschwindend gering und so setzt man das Getreide hauptsächlich in der Tierfütterung ein. Und sie findet ebenso ihren Weg in die Erzeugung von Bioethanol.


Bedeutsame Krankheiten, die beim Anbau von Triticale auftreten können, sind Schneeschimmel, Echter Mehltau, Braunrost und Gelbrost. Verschiedene Pilzerkrankungen schwächen die Kulturpflanzen und Insekten wie z.B. Läuse können Viren übertragen und lassen die Kulturpflanzen erkranken. Die häufigsten Begleitunkräuter und -gräser sind Kamille, Klettenlabkraut, Vogelmiere, Ehrenpreis, Ackerstiefmütterchen und Windhalm. Sie stehen mit den Kulturpflanzen in Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe.

Mitte März gab es noch Frost

Triticalebestand Ende März

26.03.2021 | Zwischenprüfungen bei uns auf der Agrargenossenschaft

Am Mittwoch fanden bei uns für den Ausbildungsberuf Landwirt (m/ w/ d) die Zwischenprüfung statt. Die acht Prüflinge kamen aus dem gesamten Landkreis unter Berücksichtigung der Abstandsauflagen bei uns zusammen. Drei der Auszubildenden, darunter zwei Frauen, lernen bei uns im Unternehmen. Die Prüfungskommission setzte sich aus Landwirten aus der Region und Berufsschullehrern zusammen.


Für die Prüfung wurden mehrere Stationen aufgebaut, an denen die jungen Menschen ihr Wissen demonstrieren mussten. Unter anderem sollten sie Futtermittel erkennen, ihren Umgang mit Trecker und Anhänger beweisen und zeigen, dass sie mit dem Grubber auf dem Feld umgehen können.


Am Ende fand die große Auswertung statt, um den Prüflingen zu reflektieren, wo ihre Stärken liegen und welche Teilbereiche gegebenenfalls noch ausbaufähig sind. Alles in allem ist der Tag für alle Teilnehmenden gut gelaufen. Mit der Zeit kam sogar die Sonne heraus und unterstrich die erfreulichen Ergebnisse: Es haben alle bestanden!

Fragen rund um Trecker und Anhänger mussten beantwortet werden.

Futtermittel mussten bei uns im Kälberstall erkannt werden.

Auch die Bodenbearbeitung war Teil der Zwischenprüfung.

02.12.2020 | Biodiversitätsförderung mit Paten
Mit der Unterstützung von Paten konnten wir eine zusätzliche, über 10.000 m² große, mehrjährige Blühfläche auf unserem Acker anlegen. Wir haben dafür eine Saatgutmischung verwendet, in der über 50 regionale Pflanzenarten enthalten sind, um den Insekten das breite Spektrum an Blüten anbieten zu können, das sie brauchen. Es keimen allerdings nicht alle Pflanzenarten auf einmal und auch nicht alle im ersten Jahr. So variiert die Zusammensetzung innerhalb eines Jahres und auch in den nächsten Jahren.

Dazu zeigt die vielfältige Mischung innerhalb eines Jahres eine langanhaltende Blühphase vom Frühling bis in den Herbst hinein. Unsere spezielle Mischung bietet so nicht nur ein insgesamt reichhaltiges Nahrungsspektrum, sondern auch ein Angebot für sehr spezialisierte Arten, die sonst nichts finden. Auf Grund unseres sehr sandigen Bodens sind zudem einige unbewachsene Stellen geblieben, die zusätzlich als Bruthabitate dienen.

Aktuell befindet sich die Blühfläche nun in der Ruhephase und dient vielen Insektenarten als Schutz zur Überwinterung. Auch in den nächsten Jahren möchten wir weitermachen und freuen uns schon jetzt über tatkräftige Unterstützung, z. B. in Form von Patenschaften.

Schon im Ansaatjahr sehr vielfältig

Nahrung und Habitat zugleich

10.09.2020 | Start in die Maisernte

Die diesjährige Witterung, insbesondere der fehlende Niederschlag im Juli und August, haben uns früh in die Silomaisernte starten lassen. Diese C4-Pflanze kommt ursprünglich aus Mexiko und ist daher an sehr warme und sonnige Klimaverhältnisse angepasst, wie sie vor allem in den Tropen und Subtropen gegeben sind. Besonders bei hohen Temperaturen können Maispflanzen deutlich besser wachsen als einheimische C3-Pflanzen. Auch verbrauchen sie dabei weniger Wasser. Zur Veranschaulichung: 1 ha Mais produziert so viel Sauerstoff wie 4 ha Buchenwald.

Auf etwa einem Drittel unserer Ackerfläche bauen wir ihn in erster Linie für unsere Rinder an. Sie bekommen eine Futterration, die auf Gras- und Maissilage basiert. Mais liefert den Kühen hauptsächlich Energie, die sie für die Milchbildung benötigen. Wir produzieren die eingesetzten Futtermittel fast ausschließlich selbst, um durch kurze Transportwege und einen nahezu geschlossenen Nährstoffkreislauf (das Futter kommt von den Feldern zu unseren Kühen, die Gülle als wertvoller organischer Dünger wieder zurück auf die Felder) die Umwelt zu entlasten. Weitere Rationspartner sind übrigens Luzerne, die wir ebenfalls auf rund 210 ha anbauen, und Rapsextraktionsschrot. Schon seit Jahren setzen wir kein Soja mehr in der Fütterung ein.

In der nächsten Zeit werden also wieder verstärkt große Maschinen auf den Straßen unterwegs sein. Dafür bitten wir um Verständnis und gegenseitige Rücksichtnahme. Vielen Dank im Voraus!

Auf dem Weg zum Silo

Präzision ist hier gefragt

Vom Häcksler direkt in den Hänger

07.09.2020 | Zwischenfruchtanbau für ökologische Funktionalität

Auch in diesem Jahr betreiben wir wieder auf über 600 ha einen Zwischenfruchtanbau, um einen weiteren Grundstein für ein nachhaltig leistungsfähiges Fruchtfolgesystem zu schaffen. Das bedeutet, wir säen nach der eigentlichen Hauptfrucht (z. B. Getreide) sogenannte Zwischenfrüchte an, die entweder zur Futtergewinnung oder als Gründüngung des Ackers genutzt werden. Die positiven Auswirkungen sind enorm, denn auf diese Weise minimiert sich die Zeit im Jahr, in der der Boden ungeschützt ist, und es findet ein natürlicher Grundwasser- und Erosionsschutz statt. Des Weiteren wird die Niederschlagsinfiltration verbessert, wertvoller Humus aufgebaut und biologische Schädlingsbekämpfung gefördert. Wenn Leguminosen darunter sind, erfolgt sogar eine Luftstickstoffbindung. Durch den Einsatz von Artenmischungen wird zudem eine intensive Durchwurzelung und eine hohe Biodiversität sichergestellt.

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit war die Aussaat auf unseren Flächen eine sehr staubige Angelegenheit. Für eine ordentliche Bestandsetablierung sind das erschwerte Bedingungen und von daher ist eine organische Düngung in Form von Gülle eine gute Unterstützung. So kann sich auf naturnahe Weise der Pflanzenbestand etablieren und seine ökologische Funktionalität in Gänze entfalten. Der langersehnte Regen vom vergangenen Wochenende unterstützt die Entwicklung, genau wie der morgendliche Tau.

Bedeckung des Bodens ist aus so vielen Gründen wichtig.

Kurz nach dem Auflaufen

19.08.2020 | Luzerne für Insekten und Rinder
Die Luzerne (Medicago sativa) ist eine der wichtigsten Ackerfutterpflanzen und besticht durch zahlreiche positive „Nebenwirkungen“. Sie ist einheimisch, ökologisch wertvoll und ein wichtiger Bestandteil unseres Fruchtfolgesystems. Angebaut wird die Luzerne bei uns als ein eiweißreiches und von den Rindern sehr gerne gefressenes Futter. Die Luzerneansaat und Bestandsetablierung gelingen nicht immer, da sie in der Jugend sehr empfindlich ist. Ist der Bestand erst etabliert, wird sie meist fünf Jahre lang mit bis zu fünf Schnitten genutzt und kann unter den hiesigen Standortbedingungen bis zu 100 Dezitonnen Trockenmasse pro Hektar und Jahr liefern. So trägt sie über einen langen Zeitraum zur Futterversorgung unserer Rinder bei.

Auch wenn die Luzerne in der Regel vor der Blüte gemäht (auf Grund der Qualitätsansprüche in der Milchkuhfütterung) wird, bietet sie dennoch vielen Insekten, Vögeln und kleinen Säugern Schutz. Nun wurde aber bewusst auf einer unserer Luzerneflächen ein Bereich von 10 x 25 m nicht gemäht, um die Luzerne (hier auch mit Rot- und Weißklee) zum Blühen zu bringen. Damit wurde eine blütenreiche Teilfläche geschaffen und gemeinsam mit dem Wildbienenexperten werden wir schauen, ob das eine hilfreiche Unterstützung auch für die nektarverzehrende Insekten ist. Solche Inseln können das Nahrungsangebot insbesondere für Wildbienen steigern. Die Luzerne ist damit eine wahrliche Alleskönnerin.

Nektar im Hochsommer

Stehengelassene Blühfläche

12.08.2020 | Kalken – angewandter Bodenschutz

Der ideale Zeitpunkt zum Kalken ist direkt nach der Ernte zur Getreidestoppel, weswegen wir die Kalkausbringung aktuell auch vorgenommen haben. Das war eine sehr staubige Angelegenheit wie die Anwohner*innen feststellen mussten. Und es wurde gefragt, muss das sein?


Ja. Denn mit der Zeit sinkt der pH-Wert im Boden. Durch die steigende Säurekonzentration laufen verschiedene Zersetzungsprozesse verstärkt im Boden ab und bestimmte Ionen werden freigesetzt, was wiederum bei einigen Pflanzen zu toxischen Wirkungen führt. Die dadurch hervorgerufene Ertragsminderung kann auch wegen der deutlich schlechteren Verfügbarkeit vieler wichtiger Nährstoffe sehr stark ausfallen.

Das Kalken wirkt diesem Prozess entgegen. Somit sind dann die Hauptnährstoffe Stickstoff, Phosphor, Kalium aber auch Schwefel, Magnesium und Kalzium besser pflanzenverfügbar, was die Vitalität der Pflanzen fördert. Eine gut mit Nährstoffen versorgte Pflanze ist gesünder und widerstandsfähiger und führt zu höheren Erträgen. Die Bodenstruktur bleibt außerdem stabil und auch das gewünschte Bodenleben kann so gefördert werden. Deswegen kalken wir unsere Böden, denn nur ein gesunder Boden bildet unsere wichtige Produktionsgrundlage und soll auch noch in 100 Jahren gesund sein.

Haufenweise Kalk für gesunde Böden

Kalken ist eine staubige Angelegenheit.

06.08.2020 | Sonnenblumen – das Gottesauge aus Amerika

Die Sonnenblume (Helianthus annus) stammt ursprünglich aus Amerika und wurde im 16. Jahrhundert von den Seefahrern nach Europa gebracht. Die Inkas verehrten sie damals als Abbild ihres Gottes und heute ist sie bei uns das Symbol des Sommers. Schnell fand sie ihren Weg aus dem Bauerngarten auf den Acker. Laut dem Statistischen Bundesamt wurden 2020 in Deutschland auf 28.100 ha Sonnenblumen angebaut. Das sind 25 % mehr als im Vorjahr. Dennoch gehört sie zu den selteneren Anbaukulturen und reiht sich ein zwischen Süßlupine (21.900 ha) und Sojabohne (32.900 ha). Im Europäischen Vergleich macht Deutschland nicht einmal 1 % der EU- Gesamtanbaufläche aus. Im Jahr 2019 war Rumänien Spitzenreiter und baute Sonnenblumen auf 1,31 Mio. ha an. Danach folgte Bulgarien (815.600 ha), Spanien (700.900 ha) und Frankreich (603.900 ha).

Wir bauen auf unseren Flächen 51,6 ha dieser schönen Korbblütler an. Früher war sie schon Bestandteil unserer Fruchtfolge, wir mussten aber aufgrund der ökonomischen Marktbedingungen ein paar Jahre auf sie verzichten. Verwendet werden die Sonnenblumenkerne in gerösteter, geschälter Form in Back- und Süßwaren und sind Bestandteil vieler Müslimischungen. Aber auch die Verwendung als Vogelfutter spielt eine große Rolle.

Das Sonnenblumenöl ist wertvoll für die menschliche Ernährung. Bei landwirtschaftlich genutzten Sonnenblumen liegt der Ölgehalt der Frucht zwischen 48 und 52 %. Das gewonnene Sonnenblumenöl wird zum Kochen verwendet. Unraffiniertes Öl weist einen starken Eigengeschmack auf und eignet sich daher besonders als Geschmacksträger für die Zubereitung von warmen Speisen und Salaten. Raffiniertes Öl kann in Schmieröl, Treibstoffen, Weichmachern sowie in der Pharmazie verwendet werden. Die Pressrückstände bzw. das entfettete Mehl können als Viehfutter dienen. Die Verwendung ist also sehr vielseitig.

Bei Insekten und Vögeln sind Sonnenblumen sehr beliebt.

Die Dürre macht auch der Sonnenblume zu schaffen.

04.08.2020 | Das neue Ausbildungsjahr ist gestartet

Gestern war es wieder so weit. Das neue Ausbildungsjahr hat begonnen. Für den Abschluss Tierwirt:in Schwerpunkt Rinderhaltung und den Abschluss Landwirt:in konnten wir je eine:n Auszubildende:n gewinnen und somit zwei neue Gesichter bei uns in der Agrargenossenschaft begrüßen.

Wir nehmen auch jetzt schon gerne Bewerbungen für den Ausbildungsstart in 2021 entgegen. Wir suchen engagierte, junge Menschen für die Berufe:

  • Landwirt (m/w/d)
  • Tierwirt (m/w/d)
  • Fachkraft Agrarservice (m/w/d)
  • Kraftfahrzeugmechatroniker PKW (m/w/d)
  • Kraftfahrzeugmechatroniker Nutzfahrzeugtechnik (m/w/d)
  • Fahrzeuglackierer (m/w/d)
  • Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik (m/w/d)

Ausbildungsstart für den besten Beruf der Welt

30.07.2020 | FaunaPhotonics - die Radarfalle für Insekten

Wir sind Partner in einem Pilotprojekt und auch der erste Betrieb in Deutschland, der FaunaPhotonics in der landwirtschaftlichen Praxis testet. Bei der Technologie handelt es sich um ein Echtzeit-Monitoring von Fluginsekten. Wir wollen mit unserem Partner BASF herausfinden, wie gut sich das System für die Erfassung verschiedener Insekten eignet. Wenn alles planmäßig funktioniert, soll ein Langzeitmonitoring für eine valide Datengrundlage sorgen. Damit sollen Erkenntnisse hervorgebracht werden, wie sich in der modernen Landwirtschaft die Ziele einer qualitativ hochwertigen Lebensmittelproduktion mit den Zielen rund um den Erhalt bzw. der Förderung der Artenvielfalt verbinden lassen.

Das Gerät, das Ähnlichkeit mit einer Radarfalle im Straßenverkehr hat, erfasst von jedem vorbeifliegenden Insekt die Flügelschlagrate, die Farbe und das Größenverhältnis von Flügeln zu Körper. Damit ist es möglich Insekten zu gruppieren. Ob es sich bei einer Biene um eine Hosenbiene oder eine Langhornbiene handelt, braucht es weiterhin erfahrene Experten.

Seit Ende Juni findet auf einem Schlag mit Blühstreifen mit drei Geräten die erste Testphase statt. An drei Positionen, direkt im Blühstreifen, in den ersten Maisreihen und tiefer im Feld, stehen die Geräte. So kann die Flugaktivität unter drei verschiedenen Bedingungen nachgewiesen werden. An diesem Standort monitoren auch unabhängige Experten die Vorkommen von Wildbienen und -wespen sowie Spinnen und Laufkäfer. Somit ist es ansatzweise möglich, Daten zu vergleichen. Wir sind sehr gespannt auf die Ergebnisse.

Der Aufbau war nicht ohne

Aufgestellte Anlage im Feldbetrieb

Eine Radarfalle für Insekten

23.07.2020 | Durum – ein Urweizen aus dem mediterranen Raum

Der Hartweizen (Triticum durum) gehört zur Emmer-Reihe und ist aus evolutionsgenetischer Sicht ein Urgetreide, das weltweit eine bedeutsame Rolle für die menschliche Ernährung spielt. In Deutschland fasst der Durum-Anbau langsam Fuß und so wurden 2019 157.600 Tonnen Hartweizen geerntet. Allerdings lag der Bedarf bei knapp 400.000 Tonnen, weshalb der Rest u. a. aus Frankreich, Österreich und Italien importiert wurde. Traditionell handelt es sich beim Hartweizen um ein Sommergetreide, doch inzwischen gibt es auch frostharte Wintersorten. Solch eine Sorte haben wir auf 14 ha angebaut. Er benötigt recht gute Böden und sommertrockene Lagen, steht gut in der Fruchtfolge nach Blattfrüchten. Unsere Böden sind zwar nicht unbedingt optimal für Durum, aber klimatisch betrachtet, passt er sehr gut zu uns, weshalb wir uns dafür entschieden haben, es mit dem Anbau auszuprobieren.

Im Gegensatz zu unserem Weichweizen ist die Stärke glasig, die Körner sind hart und spröde, daher zerbrechen sie leicht beim Mahlvorgang. Deshalb eignet er sich bestmöglich für die Grießgewinnung zur Nudelherstellung. Die erwünschten Eigenschaften, wie z. B. hohe Protein- und Gelbpigmentgehalte sowie optimale Glasigkeit, sind stark sorten- und witterungsabhängig. Sie werden somit vom Abreifeverlauf und punktgenauem Erntetermin beeinflusst. Seine Verwendung als Grieß ist sehr vielfältig. Neben Nudeln eignen sie sich auch für Pudding, Auflauf, Brei, Kloß- oder Strudelteig. Bei der Grießherstellung fällt auch immer Mehl an, das u. a. für Ciabatta oder Foccacia verwendet wird.

Der Durum-Anbau leistet einen Beitrag zur gesellschaftlich gewünschten Biodiversität, durch eine Erweiterung der Fruchtfolge um weitere Kulturart. Eine regionale Produktion senkt zudem die aktuell noch notwendigen Importe, was ein guter Beitrag sowohl zur regionalen Wertschöpfung als auch zum Klimaschutz ist. Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht haben Dinkel- und Durum-Erzeugnisse ein günstiges Nährstoffprofil, enthalten jedoch Gluten.

Durum-Bestand

Die Basis für Nudeln und Bulgur

21.07.2020 | Erste Rückschlüsse aus unserem Kichererbsen-Anbau

Aktuell befindet sich unser Kichererbsen-Bestand in der Blüte und Hülsenbildung. Die Pflanzen weisen einen guten Hülsenansatz auf, der optimistisch stimmt. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Beregnung sich sehr positiv auf den Bestand ausgewirkt hat. Die Reihen sind deutlich geschlossener im Vergleich zum Teilschlag, der nicht beregnet wurde. Auch die organische Düngung trägt zu einer guten Pflanzenentwicklung bei. Die Unkrautregulierung stellt jedoch eine Herausforderung dar. Insbesondere Zurückgebogener Fuchsschwanz und weißer Gänsefuß sowie Acker-Winde zeigen sich problematisch.


Wir haben mehrere italienische Sorten angebaut. Es gibt bereits jetzt Favoriten für künftige Anbaujahre. Interessanterweise treten immer mehr Leute an uns heran, die sich mit Saatgut, Pflanzenschutz oder Verarbeitung von Kichererbsen beschäftigen – es entsteht gerade ein kleines Kichererbsen-Netzwerk.

Guter Schotenansatz

Kichererbsen in Brandenburg

Die Beregnung zum Auflaufen war äußerst hilfreich.

13.07.2020 | Gerstendrusch so gut wie fertig

Ende Juni rollte auch bei uns der Mähdrescher das erste Mal dieses Jahr aufs Feld, um unsere erste Druschfrucht, die Wintergerste, zu ernten. Zwei Wochen zog sich die Ernte hin. Mittlerweile sind wir aber so gut wie fertig mit den 245 ha. Der Ertrag war ähnlich wie im letzten Jahr, glücklicherweise nicht schlechter, aber auch nicht deutlich besser. Die Witterungsbedingungen hätten aktuell besser sein können, da die Feuchtigkeit im Korn teilweise grenzwertig war.

Unsere Wintergerste vermarkten wir regional als Futtermittel. Das bedeutet, wir liefern sie direkt vom Feld an einen Nachbarlandwirt, der damit seine Schweine füttert.

Die Fotos hat unser Facharbeiter Julian Baumann gemacht.

Der Ertrag war leider unterdurchschnittlich.

Unser Drescher im Einsatz

04.05.2020 | Vogelschutz in der Landwirtschaft
Jede Form der Landwirtschaft ist ein Eingriff in die Natur und stellt eine Veränderung im bestehenden Ökosystem dar. Das ist nicht nur negativ zu bewerten, denn so entstehen auch neue ökologische Nischen, die von neuen Arten besiedelt werden. Im Laufe der Zeit haben sich so für die Agrarlandschaft sogenannte Indikatorarten entwickelt. Das sind Tiere, die nur in Gegenden vorkommen, in denen Landwirtschaft betrieben wird. Sollte diese aufgegeben werden, verschwinden diese Arten wieder. Doch Landwirtschaft alleine reicht nicht aus. Denn diese unterliegt einem schnellen Wandel, zu schnell als dass sich die Agrarindikatorarten daran anpassen könnten.


Deshalb legen wir z. B. Lerchenfenster im Wintergetreide an. Die Feldlerche gehört zu jenen Vögeln, die ausschließlich in der Agrarlandschaft leben. Genau wie u. a. der Kiebitz, die Gold– und Grauammer, die Schafstelze, das Braunkehlchen, der Neuntöter, der Feldsperling und die Wachtel. Einige davon sind Bodenbrüter, andere benötigen einen Nistplatz in der Höhe. Deshalb haben wir mit Unterstützung der Auszubildenden im Winter fast 30 weitere Nistkästen in unserem Wirkungsgebiet angebracht, um eben jenen Vögeln Schutz zu bieten und sich das Ansiedeln zu erleichtern. So kommen wir einmal auf anderer Art unserer Verantwortung nach, Artenschutz zu betreiben. Im Rahmen unseres Monitorings wird dann auch festgestellt, wie gut die Nistkästen angenommen werden. Diese Vögel sind ein deutliches Signal dafür, wie gut es um unser landwirtschaftliches Ökosystem steht. Bisher haben wir gute Erfolge erzielt, abgesehen vom letzten Jahr, wo es insgesamt einen Rückgang der Vogelpopulationen aufgrund der zwei aufeinander folgenden Dürrejahre gab.

Nistkästen werden angebracht

27.01.2020 | Die Wissenschaft und wir

Wir sind immer bestrebt, uns zu verbessern, deshalb arbeiten wir bereits seit vielen Jahren eng mit Wissenschaft und Forschung zusammen. Ziel ist es, Zusammenhänge und Vorgänge in der Natur und der Produktion besser zu verstehen, um entsprechende Handlungsmaßnahmen daraus ableiten sowie Entscheidungen auf wissenschaftlichen Fakten treffen zu können.

Wir möchten heute ein Verständnis für die moderne, realistische Landwirtschaft schaffen und gleichzeitig eine noch klima- und umweltfreundlichere Landwirtschaft für morgen gestalten. Dafür ist es wichtig, einerseits Aufklärung für die VerbraucherInnen zu betreiben und andererseits an wissenschaftlichen Projekten sowie politischen Meinungsbildungen teilzuhaben. Das funktioniert nur über eine gewisse Transparenz. Daher sind wir stets offen für interessierte BesucherInnengruppen. Wir zeigen gerne, dass moderne Landwirtschaft und Biodiversität zusammengehören und sich nicht konträr bedingen. Auch möchten wir über unsere gewonnenen Erkenntnisse aus diversen wissenschaftlich begleiteten Projekten informieren und sie anderen LandwirtInnen, der Politik, Industrie und Gesellschaft zur Verfügung stellen.

Besucht haben uns bereits Schulen, Vereine, Verbände, aber auch MinisterInnen des Bundestages und ihre wissenschaftlichen MitarbeiterInnen sowie (inter)nationale Reisegruppen von landwirtschaftlichen Fachkräften. Andersherum fahren wir mit großem Engagement zu Tagungen, Veranstaltungen und Workshops, um Impulse zu setzen und Ergebnisse aus unseren Projekten zu präsentieren. Denn nur ein Wissensaustausch führt zu einer leistungs- und zukunftsfähigen Landwirtschaft.

Dazu erklären wir auf Facebook, Twitter und Instagram sowie im Newsblog unserer Homepage, was wir alles tun und versuchen so jeden Interessierten zu erreichen.

Sie haben ebenfalls Interesse, unsere Agrargenossenschaft kennenzulernen? Oder könnten sich uns in einem Projekt vorstellen? Dann kontaktieren Sie uns gerne.

DiLan ist ein Kommunikationshub der Digitalen Landwirtschaft, auch hier kommen Forschung und Landwirtschaft zusammen.

Auch für das Forum Moderne Landwirtschaft stehen wir gerne Rede und Antwort.

Wissenstransfer ist für uns das A und O

16.01.2020 | Winterruhe in der Pflanzenproduktion

Die meisten unserer Maschinen sind gesäubert, instandgesetzt und zur Winterruhe gebettet, damit sie dann für den nächsten Einsatz gerüstet sind. Auf den Äckern ist ebenfalls alles still, denn die Pflanzen haben ihr Wachstum eingestellt und befinden sich quasi im Winterschlaf.

 

Auf über 600 ha bedeckt bei uns eine Zwischenfrucht den Boden und schützt ihn so vor Erosion und Auswaschung. Auf anderen steht schon die Hauptfrucht als Winterung, wie zum Beispiel Weizen, Gerste und Raps. Ganz neu in unserer Fruchtfolge haben wir den Hartweizen (Durum), der später zu Nudelteig, Bulgur oder Couscous verarbeitet werden kann.

Doch damit findet keine generelle Winterpause statt. Es werden gerade Investitionen in Land- und Baumaschinentechnik sowie der Bau von Futter- und Güllelagerplätzen im Bereich der Milchviehanlage geplant. Auch das Saatgut für die Sommerungen, wie zum Beispiel Sonnenblumen, Mais und Buchweizen, sowie für die Blühflächen wird geordert, genauso der mineralische Dünger, der ergänzend zu den organischen benötigt wird.

Ansonsten finden für uns aktuell etliche Tagungen, Foren und Seminare statt, um ein zukunftsfähiges Modell der Landwirtschaft zu gestalten, in dem Klima- und Umweltschutz mit der Sicherstellung der Nahrungsmittelproduktion nachhaltig miteinander verknüpft werden.

Das Wintergetreide wächst erst im Frühjahr weiter

Unser Grünland kommt zur Ruhe

07.01.2020 | Was erwartet uns im neuen Jahr?

Viele Herausforderungen begleiten uns auch 2020. Das Thema Biodiversität geht für uns als Agrargenossenschaft Trebbin ins fünfte Jahr und integriert sich wie selbstverständlich in die Betriebsplanung. So bauen wir unsere Maßnahmen immer weiter aus: Mehrjährige Blüh- und jährige Ackerrandstreifen gehören genauso dazu wie das Aufhängen von Nisthilfen und die Schaffung von Rohbodenflächen. Des Weiteren werden wir in moderne und umweltfreundliche Landtechnik investieren, um so Ressourcen zu schonen und zum Beispiel den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren.

Wir sind gespannt, in welchem Umfang unsere bereits getroffenen ackerbaulichen Maßnahmen, als Teil der neuen Strategie, greifen und werden sie entsprechend angepasst weiter ausbauen. Neue Kulturen bereichern dazu unsere Fruchtfolge.

In diesem Jahr werden einige Auszubildende ihre Ausbildung beenden und andere neu beginnen. Die Ausbildung von Fachkräften ist uns eine Herzensangelegenheit, weswegen wir auch hier nicht nur am Ball bleiben und sie inhaltlich auf dem neusten Stand halten, sondern sie auch immer weiter verbessern wollen.

Wir möchten auch im Jahr 2020 ein starker und vertrauensvoller Partner für Sie sein. Vom Acker bis zum Hotel, von der Baumaschine bis zur Tankstelle, von der Lackierung bis zur Werkstatt – wir sind für Sie da.

Raps ganz kurz nach dem Auflaufen - eine Pflanze mit hochem Vorfruchtwert in unserer Fruchtfolge

Die Landtechnik wird immer präziser und innovativer.

Artenvielfalt bewahren und fördern bleibt weiterhin eine wesentliche Zielstellung